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Vorwehen, Senkwehen, echte Wehen: So erkennst du, wann es wirklich losgeht

  • Autorenbild: Jessica
    Jessica
  • 13. Aug.
  • 3 Min. Lesezeit

Kaum eine Frage bewegt Schwangere in den letzten Wochen so sehr wie diese: "Sind das jetzt schon die Wehen?" Der Bauch zieht sich zusammen, es fühlt sich fremd an, vielleicht sogar ein bisschen schmerzhaft und sofort schießt die Frage durch den Kopf, ob es jetzt losgeht. Diese Unsicherheit ist völlig normal, denn dein Körper bereitet sich schon Wochen vor dem eigentlichen Geburtsbeginn auf das große Ereignis vor. In diesem Beitrag erkläre ich dir, welche Wehenarten es gibt, woran du sie unterscheidest und wann es wirklich Zeit wird, loszufahren.


Schwarz-weiß-Porträt im Seitenprofil einer hochschwangeren Frau kurz vor der Geburt


Warum ziehen sich der Bauch schon so früh?


Dein Körper übt. Von Beginn der Schwangerschaft an zieht sich die Gebärmutter immer wieder leicht zusammen – meist unbemerkt. Erst in den letzten Wochen werden diese Kontraktionen spürbarer, weil sich dein Baby und dein Körper langsam auf die Geburt einstellen. Das ist ein gutes Zeichen, kein Grund zur Sorge.



Die verschiedenen Wehenarten im Überblick


Übungswehen (Braxton-Hicks-Kontraktionen)

  • Treten meist ab der 20. Schwangerschaftswoche auf, häufiger im letzten Trimester

  • Fühlen sich an wie ein kurzes, unregelmäßiges Zusammenziehen des Bauches

  • Sind meist schmerzfrei oder nur leicht unangenehm

  • Verschwinden von selbst, oft durch Positionswechsel, Ruhe oder ein warmes Bad

  • Kommen unregelmäßig und werden nicht stärker


Senkwehen

  • Treten in der Regel 2–4 Wochen vor der Geburt auf

  • Sorgen dafür, dass sich das Baby tiefer ins Becken einstellt

  • Fühlen sich oft wie ein Ziehen im unteren Rücken oder in der Leiste an

  • Können mit vermehrtem Harndrang einhergehen, weil das Baby auf die Blase drückt

  • Sind ein Zeichen, dass sich dein Körper der Geburt nähert – aber noch kein Startschuss


Vorwehen

Setzen meist wenige Tage bis eine Woche vor der Geburt einBereiten den Muttermund auf die Eröffnung vorFühlen sich stärker an als Übungswehen, bleiben aber unregelmäßig in Abstand und Dauer Können kommen und wieder ganz aufhören – das ist normal


Großer Bruder küsst liebevoll den Babybauch seiner schwangeren Mutter

Echte, geburtswirksame Wehen

  1. Regelmäßigkeit – die Abstände zwischen den Wehen werden gleichmäßiger

  2. Zunehmende Intensität – die Wehen werden mit der Zeit stärker, nicht schwächer

  3. Kürzere Abstände – die Pausen zwischen den Wehen verkürzen sich kontinuierlich


Eine bewährte Faustregel ist die 5-1-1-Regel: Die Wehen kommen alle 5 Minuten, dauern jeweils etwa 1 Minute an und das bereits seit mindestens 1 Stunde. Trifft das zu, ist es Zeit, deine Hebamme oder Klinik zu kontaktieren.


Die 4-1-1- oder 5-1-1-Regel als Orientierung

Diese Faustregeln sind hilfreiche Anhaltspunkte, ersetzen aber nie das Gespräch mit deiner Hebamme oder deinem Kreißsaal. Ruf im Zweifel lieber einmal zu früh an als zu spät – niemand nimmt dir eine Frage übel.


Wann du auf jeden Fall sofort Kontakt aufnehmen solltest

Unabhängig davon, wie sich die Wehen anfühlen, gilt: Melde dich sofort bei deiner Hebamme oder im Kreißsaal, wenn

  • deine Fruchtblase platzt (auch ohne Wehen)

  • du Blutungen bemerkstdein Baby sich spürbar weniger bewegt

  • du dir aus irgendeinem Grund unsicher oder unwohl fühlst

Dein Bauchgefühl zählt. Immer.


Wie du gelassener durch diese Phase gehst

Viele Frauen erleben die letzten Schwangerschaftswochen als emotionale Achterbahn – zwischen Vorfreude und der Sorge, eine "echte" Wehe zu verpassen oder zu früh loszufahren. Genau hier setzt Hypnobirthing an: Es hilft dir, die Signale deines Körpers besser zu verstehen, Ängste abzubauen und in den entscheidenden Momenten ruhig und selbstbestimmt zu bleiben, statt in Habachtstellung zu verharren.


Eine schöne Unterstützung dafür sind meine Herzensaffirmationskarten für Schwangerschaft & Geburt – kleine Begleiter, die dich genau in diesen Wartemomenten an dein Vertrauen und deine innere Kraft erinnern.

Auch eine Doula an deiner Seite kann in dieser Phase enorm entlasten – sie hilft dir einzuschätzen, wo du gerade stehst, und ist erreichbar, wenn die Unsicherheit groß wird.


Schwangere Frau genießt einen ruhigen Spaziergang in der Natur


Mein Tipp zum Schluss

Hier wird es konkret. Echte Wehen erkennst du an drei Merkmalen:

Führe ab den letzten Schwangerschaftswochen gerne ein kleines Wehen-Tagebuch: Notiere dir Uhrzeit, Dauer und wie sich die Wehe angefühlt hat. So erkennst du selbst am schnellsten, ob sich ein Muster entwickelt und gehst entspannter in diese aufregende letzte Etappe.


Genau für diese Vorbereitung habe ich mein Workbook „Geburtskraft – kompakte Vorbereitung für deine Geburt" gestaltet: Es begleitet dich mit Übungen zu Atmung,

Visualisierung und Geburtsplan durch genau diese letzten Wochen.

Du möchtest dich intensiver auf die Geburt vorbereiten und lernen, deinem Körper zu vertrauen? In meinem Hypnobirthing-Kurs bekommst du praktische Werkzeuge für genau diese Situationen. Schau gerne auf geburtsfee-jessica.de vorbei.


Herzensgrüße, Deine Jessica


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